Glossar
Auf dieser Seite werden verwendete Fachbegriffe und Fremdwörter erklärt.
Auswahl der Begriffe nach Anfangsbuchstabe:
- Account
- Account ist die englische Bezeichnung für Konto. In der EDV spricht man von einem Zugang, der explizit einer Person zugeordnet wird. Der Account besteht in der Regel aus einem Benutzernamen und einem Kennwort.
- APM
- APM steht für Advanced Power Management und ist eine von den Firmen Intel und Microsoft definierte Programmierschnittstelle. Sie dient der Senkung des Stromverbrauchs von PCs, im Besonderen von akkubetriebenen Laptops.
- Arbeitsspeicher
- Der Arbeitsspeicher, auch Hauptspeicher genannt, ist ein Zwischenspeicher. Da der Zugriff auf den Arbeitsspeicher sehr schnell erfolgen kann, werden hier schnell benötigte Daten zwischengespeichert. Die Daten stehen nur so lange zur Verfügung, wie der Computer mit Strom versorgt wird.
- Backup
- Ein Backup ist eine Sicherungskopie: Bei der Datensicherung werden einzelne Dateien, Verzeichnisse oder ganze Festplatten als Sicherheitskopie auf einen anderen Datenträger gespeichert. Wenn du nur eine Datei bearbeitest, reicht es aus, wenn du die Datei als Kopie auf demselben Datenträger ablegst.
- Betriebssystem
- Um überhaupt Programme ausführen zu können, wird auf jedem Computer ein Betriebssystem benötigt. Diese Software steuert Tastatur, Maus, Monitor, Soundkarte, Drucker, usw. Auf den meisten Desktop-Computern ist Windows 95/98/ME/NT/2000/XP zu finden. Es gibt aber zum Beispiel noch die Betriebssysteme Windows CE, OS/2, Linux, Unix, Mac OS X. Je leistungsfähiger und stabiler ein Betriebssystem, desto weniger Probleme gibt es mit dem Computer.
- Bibliothek
- Eine Bibliothek ist eine Sammlung von immer wieder benutzten Programmteilen. So können verschiedene Programme auf die einmal programmierten Funktionen zurückgreifen, ohne dass diese immer wieder programmiert werden müssen.
- Binärformat
- Das Binärformat ist das Format, in dem ein Computer Informationen verarbeitet.
- BIOS
- Das BIOS (Basic Input-Output System) stellt grundlegende Funktionen zur Verfügung, die ein Programm zur Kommunikation mit der PC-Hardware benötigt.
- Bootmanager
- Ein Bootmanager ist ein Programm, dass zum Starten eines Betriebssystems dient. Gängige Bootmanager sind z. B. Lilo, GRUB, NT Loader
- Bootmenü
- Das Bootmenü erscheint bei installiertem Bootmanager und fordert zur Auswahl des zu startenden Betriebssystems auf.
- BOOTP
- Das Bootstrap Protocol dient unter anderem dazu, einem Computer in einem Netzwerk eine IP-Adresse zuzuweisen. Verwendet wird BOOTP zum Beispiel von Computern, (Terminals)die selbst über keine Datenträger verfügen und ihr Betriebssystem über das Netzwerk beziehen.
- Bootvorgang
- Startprozedur eines Rechners: unmittelbar nach dem Einschalten: Das BIOS identifiziert die Hardware und startet den "Urlader" im MBR (Master Boot Record). Dieser ermittelt die aktive Partition und startet dessen Bootsektor. Dieser ermittelt den Startpunkt des Betriebssystem und führt es aus.
- Braillezeile
- Eine Braillezeile ist ein Ausgabegerät, das an den Computer angeschlossen wird. Diese stellt die Punktschrift durch kleine Stifte, die elektronisch angehoben werden, dar. Ein Zeichen kann aus bis zu acht erhobenen Punkten bestehen. Dies ermöglicht die Darstellung von 256 verschiedenen Zeichen. Eine Braillezeile verfügt über 20, 40 oder 80 Elemente. Es kann also nur ein kleiner Ausschnitt des Bildschirmes dargestellt werden. Durch Steuertasten kann der angezeigte Ausschnitt nach links, rechts, oben und unten bewegt werden. Spezielle Funktionen sind programmierbar. So kann man sich zum Beispiel an den oberen oder unteren Bildschirmrand oder zum Cursor bewegen. Heutige Braillezeilen verfügen über das so genannte Cursor-Routing. Oberhalb jedes Braille-Elementes befindet sich ein kleiner Knopf. Drückt man diesen, wird der Cursor an die Stelle geschickt, wo sich das übersetzte Zeichen auf dem Bildschirm befindet. Diese Funktion kann zur schnellen Korrektur eines Textes oder Simulation eines Mausklicks genutzt werden.
- BRLTTY
- BRLTTY ist ein Screenreader für die Linux-Konsole, der zahlreiche Braillezeilen und Hardware-Sprachausgaben unterstützt.
- Bussystem
- Unter dem Bussystem versteht man beim PC ein Bündel elektrischer Leitungen, an dem alle Baugruppen parallel angeschlossen sind. Die Anzahl der Leitungen wird als Busbreite bezeichnet.
- Client
- Ein Client (englisch für Auftraggeber, Kunde) ist eine Anwendung, die in einem Netzwerk den Dienst eines Servers in Anspruch nimmt und diesem eine Anfrage stellt. Ein Webbrowser sendet bei jedem Aufruf einer Internetseite eine Anfrage an den Webserver und erhält von diesem eine Antwort.
- Controller
- Controller ist ein englischer Begriff für eine Steuer- bzw. Regelungseinheit. Als Controller werden meistens elektronische Einheiten bezeichnet, die verschiedenste Prozesse oder Vorgänge steuern oder regeln.
- Datenträger
- Ein Datenträger ist ein Speichermedium, zum Beispiel eine Diskette, eine CD-ROM, ein USB-Stick oder eine Festplatte.
- DHCP
- Das Dynamic Host Configuration Protocol ermöglicht mit Hilfe eines entsprechenden Servers die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse und weiterer Konfigurationsparameter an Computer in einem Netzwerk. Viele Internet-Router stellen diesen Dienst bereit.
- Distribution
- Eine Linux-Distribution ist eine Zusammenstellung von Software zum Zwecke der freien oder kommerziellen Weitergabe. Sie enthält neben dem Linux-Kernel eine Vielzahl weiterer Programme. Zum Beispiel Arbeitsumgebungen wie den Desktop GNOME oder KDE, Anwendungsprogramme wie Open Office oder GIMP oder Serverdienste wie den Apache Web Server oder MySQL. Eine Distribution kann von Einzelpersonen, gemeinnützigen Organisationen oder Vereinen, als auch von Firmen erstellt und vertrieben werden.
- DNS
- Das Domain Name System ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. Das DNS ist eine verteilte Datenbank, die den Namensraum im Internet verwaltet. Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Namen in Adressen (forward lookup) benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Das DNS bietet somit eine Vereinfachung, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als Zahlenkolonnen. So kann man sich den Domainnamen www.linux-fuer-blinde.de sehr einfach merken, die dazugehörende IP-Adresse 213.239.210.240 dagegen nicht ganz so einfach.
- Domäne
- Unter einer Domäne versteht man eine organisatorische Einheit für die Verwaltung von Hosts in größeren Netzwerken. Zu unterscheiden sind die DNS-Domänen des Internet von den Microsoft-Domänen. Zur Domain linux-fuer-blinde.de können die Rechner www und mail gehören. Diese hätten die vollständigen Namen www.linux-fuer-blinde.de und mail.linux-fuer-blinde.de.
- DSL
- DSL steht für Digital Subscriber Line und bezeichnet einen der schnellsten Internetzugänge für Privatpersonen.
- Ethernet
- Ethernet ist die in lokalen Netzen gängigste Vernetzungstechnologie.
- Freie Software
- Freie Software ist Software, die beliebig benutzt, kopiert, studiert, verändert und weiterverteilt werden kann. Der Quellcode ist frei zugänglich. Werden diese Freiheiten (vor allem lizenzrechtlich) eingeschränkt, so wird die Software als proprietär oder unfrei bezeichnet. Frei heißt dabei nicht kostenlos. Richard Stallman prägte den Ausspruch: "Free as in freedom, not as in free beer" (frei wie in Freiheit, nicht wie in Freibier). Freie Software ist daher deutlich zu unterscheiden vom Begriff Freeware, dem "Freibier" der Softwareindustrie.
- Gateway
- Ein Gateway (englisch Durchgang, Pforte, Tor) bezeichnet den Übergang zwischen zwei Netzen. Der Gateway-Rechner ist an beiden Netzen angeschlossen. Ein Gateway ist beispielsweise erforderlich, wenn man sein privates Heimnetzwerk mit dem Internet verbinden möchte.
- GIMP
- General Image Manipulation Program ist ein frei verfügbares Grafikprogramm für Linux.
- GNU
- Das GNU-Projekt wurde von Richard Stallman mit dem Ziel gegründet, ein vollständig freies Betriebssystem, das GNU System, zu entwickeln. Bekannt ist es insbesondere durch die GNU General Public License (GPL) und GNU/Linux, einer GNU-Variante mit Linux-Kernel. Der Name GNU entstand aus der Namensgebung, die am Massachusetts Institute of Technology - an dem Stallman zu dieser Zeit arbeitete - verbreitet war. Für Programme, die anderen Programmen ähneln, wurden rekursive Akronyme als Namen gewählt. Da das neue System auf dem verbreiteten Betriebssystem Unix aufbauen sollte, suchte Stallman einen solchen Namen und kam dabei auf GNU, was für "GNU is not Unix" steht. Der Name soll, um Verwechslungen zu vermeiden, wie das deutsche 'Gnu' ausgesprochen werden, nicht wie im Englischen (also wie new). Die Entscheidung, GNU Unix-kompatibel zu machen, hatte mehrere Gründe. Zum einen war Stallman sicher, dass die meisten Firmen ein grundlegend neues Betriebssystem ablehnen würden, wenn die Programme, die sie benutzten, darauf nicht laufen würden. Andererseits ermöglichte die Architektur von Unix eine schnelle, einfache und verteilte Entwicklung, da Unix aus vielen kleinen Programmen besteht, die größtenteils unabhängig von einander entwickelt werden können. Auch waren viele Bestandteile eines Unix-Systems frei für jeden erhältlich und konnten so direkt in GNU integriert werden, beispielsweise das Textsatzsystem TeX oder das Fenstersystem X Window. Die fehlenden Teile wurden von Grund auf neu geschrieben.
- GPL
- Die GNU General Public License ist ein Lizensierungsverfahren, das von der Open Source-Bewegung verwendet wird. Im Wesentlichen stellt es die Verfügbarkeit und das Recht der Veränderung des Quellcodes der Software sicher.
- Hardlink
- Unter Linux kann eine Datei unter mehreren Namen vorhanden sein. Links, die auf eine solche Datei verweisen, heißen Hard links. Es gibt auch Symbolische Links, die bei Verzeichnissen genutzt werden.
- IDE
- IDE ist die Abkürzung für Integrated Device Electronics. Hierbei handelt es sich um eine Schnittstelle für Festplatten und Diskettenlaufwerke, bei der sich die Controller-Elektronik in den Laufwerken selbst befindet. Dadurch ist keine separate Adapterkarte erforderlich. Allerdings handelt es sich bei IDE nicht um eine einheitlich standardisierte Schnittstelle, vielmehr wurden die Spezifikationen mehrfach erweitert, um den jeweiligen Ansprüchen gerecht zu werden. Bei dem in heutigen Computern anzutreffenden (E)IDE-Standard (Enhanced IDE können bis zu vier Festplatten angeschlossen werden, wobei die Kapazitätsgrenzen auf theoretisch 7,8 GB erweitert wurde. Der Anschluss erfolgt über zwei 40-polige Kabel, an die jeweils zwei Geräte angeschlossen werden können. Pro Kabel steht jeweils ein "Übertragungskanal" zur Verfügung. Diese werden auch als primärer und sekundärer (E)IDE-Port bezeichnet. Auf einem solchen (E)IDE-Port kann allerdings nur ein einziges Gerät aktiv werden, so dass das andere Gerät gegebenenfalls warten muss. Zwei an einem Kabel angeschlossene Geräte beeinflussen sich gegenseitig, da ein Gerät stets die Steuerung des anderen übernimmt. Sind zwei (E)IDE-Festplatten an einem gemeinsamen Kanal angeschlossen, bezeichnet man das steuernde Gerät als Master und das gesteuerte als Slave.
- Image
- Image, auch Disk Image: Abbild-Datei eines Datenträgers oder eines Ordners, die sich nach einem Doppelklick wie ein Laufwerk auf dem Schreibtisch erscheint. Dient unter anderem dazu, Software über das Internet zu übertragen.
- Internet-Browser
- Der Browser (englisch "to browse": schmökern, sich umsehen) stellt die Verbindung zum World Wide Web her und stellt den Inhalt der Internetseite dar.
- IP-Adresse
- Jeder Computer in einem Netzwerk ist über eine numerische Adresse erreichbar. Eine IP-Adresse (Internet-Protokoll-Adresse) besteht aus vier durch Punkt getrennten Zahlen, die jeweils einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen können. Die folgenden Adressbereiche werden im Internet nicht verwendet und sind für private Netze reserviert: 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 (Klasse-A-Netz), 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 (Klasse-B-Netz), 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 (Klasse-C-Netz). Eine gültige IP-Adresse aus dem Internet ist zum Beispiel 84.149.111.239 und eine aus dem privaten Netzwerk 192.168.1.1.
- ISA-Bus
- ISA-Bus ist die Abkürzung für Industry Standard Architecture Bus und wurde 1984 von der Firma IBM entwickelt. Er verfügte ursprünglich über einen 8 Bit Datenbus, einen 20 Bit Adressbus und wurde in den ersten XT-PCs von IBM eingesetzt. Der Bustakt betrug 4,77 MHz. Mit der Einführung des AT-Standards wurde der Datenbus auf 16 Bit und der Adressbus auf 24 Bit erweitert sowie der Bustakt auf 8 MHz erhöht. Obwohl es sich hierbei um einen alten Standard handelt, dessen Datenübertragungsraten nicht mehr den aktuellen Ansprüchen an ein Bussystem genügen, findet man auf den Motherboards nach wie vor zwei oder drei Steckplätze für ISA-Erweiterungskarten. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der ISA-Bus bei künftigen Entwicklungen nicht mehr verwendet wird.
- Journaling Dateisystem
- Ein Journaling-Dateisystem unterscheidet sich durch zwei Faktoren von einem herkömmlichen Dateisystem: Es wird ein Journal (Bericht) über die gerade geänderten Daten geführt und die zu ändernden Daten behalten ihre Gültigkeit bis der Schreibvorgang beendet ist. Diese Funktion fällt beim störungsfreien Betrieb eines Computers nicht auf, zeigt sich aber bei Systemabstürzen. So ist nach einem Absturz nicht das gesamte Dateisystem zu überprüfen. Nur die zum Zeitpunkt des Absturzes bearbeiteten Daten müssen überprüft und eventuell repariert werden. Dies bedeutet bei den heutigen großen Platten eine große Zeitersparnis beim Hochfahren - dauert das Überprüfen von einigen hundert Gigabyte großen Partitionen durchaus bis zu mehreren Stunden.
- Kernel
- Der Kernel (Kern) ist der grundlegende Teil eines Betriebssystems. Über ihn arbeitet das Betriebssystem mit der Hardware zusammen. Er verwaltet die Ressourcen der Hardware und den Arbeitsspeicher bzw. dessen Einteilung und ist ständig vollständig im Arbeitsspeicher geladen.
- Kompilieren
- Ein Compiler (auch Compiler oder Übersetzer) ist ein Programm, dass den Quellcode eines Programms ein eine für den Computer ausfürbare Sprache übersetzt. Die Anwendung eines Compilers wird als Kompilierung bezeichnet.
- Konfigurationsdatei
- Die Einstellungen eines Programmes oder Dienstes werden in einer oder mehreren Konfigurationsdateien gespeichert. So kann zum Beispiel der Bootmanager oder ein Webserver konfiguriert werden.
- Konsole
- Unter dem Begriff Konsole versteht man unter Linux ein Fenster zur Eingabe von Befehlen.
- Linux
- Unter Linux versteht man heute ein freies Betriebssystem für Computer. Im engeren Sinne ist Linux die Kernkomponente (Kernel) für Betriebssysteme verschiedenster Art. Der Linux-Kernel wurde ursprünglich von Linus Benedict Torvalds geschrieben und gestiftet, der bis heute die ständige Weiterentwicklung durch Software-Entwickler auf der ganzen Welt koordiniert. Das Linux-Maskottchen ist ein Pinguin namens Tux.
- Logdatei
- Eine Logdatei (engl. log file) beinhaltet das automatisch erstellte Protokoll aller oder bestimmter Aktionen von einem oder mehreren Nutzern an einem Rechner, ohne dass diese davon etwas mitbekommen oder ihre Arbeit beeinflusst wird. Das Betriebssystem selbst, aber auch Server wie der Apache Web Server oder die MySQL Datenbank erstellen Logdateien.
- Mail Transfer Agent
- Ein Mail Transfer Agent (MTA) ist ein Programm, das den Transport und die Verteilung von E-Mails erledigt. Der Mail User Agent (MUA) dient im Gegensatz dazu dem Bearbeiten und Schreiben von E-Mails. Bekannte MTAs sind zum Beispiel Courier, Exchange, Exim, Hamster, Postfix, Qmail, Sendmail und Pmail.
- Mainboard
- Auf dem Mainboard (auch Motherboard oder Hauptplatine) befinden sich alle zentralen Bestandteile des Computers. Hier laufen alle Informationen zusammen, Aufgaben werden verteilt und die Eingaben des Benutzers verarbeitet. Hier findet also die Hauptarbeit des Computers statt. Die Bauform von Mainboards ist weitestgehend genormt. Zu unterscheiden sind die AT- und ATX-Mainboards. Ein ATX-Mainboard hat die gleichen Ausmaße, wird jedoch um 90° gedreht in das entsprechende Gehäuse eingebaut. Außerdem sind die wichtigsten Schnittstellen bereits fest integriert und von ihrer Anordnung genormt.
- Maintainer
- Ein Maintainer ist eine Person, die ein Debian Paket betreut, sich um die Behebung von Fehlern (Bugs) kümmert und neue Versionen des Pakets zusammenstellt.
- Master
- Werden zwei (E)IDE-Geräte an einen Kanal angeschlossen, beeinflussen sich diese gegenseitig. Ein Gerät übernimmt stets die Steuerung des anderen. Das steuernde Gerät wird als Master, das gesteuerte als Slave bezeichnet.
- MBR
- Der Master Boot Record ist der Bereich eines Datenträgers, der unter anderem den Boot-Loader und die Partitionstabelle enthält.
- MD5-Passwörter
- Die Passwörter werden mittels MD5 (Message Digest Algorithm 5) verschlüsselt.
- Modifikationszeit
- Datum und Uhrzeit der letzten Änderung an einer Datei.
- Mount
- Mounten bedeutet, einen Datenträger für die Benutzer eines Linux-Systems verfügbar zu machen.
- Multitasking
- Ein multitaskingfähiges Betriebssystem ist in der Lage, gleichzeitig mehrere Programme auszuführen. Die parallel ausgeführten Programme befinden sich üblicherweise in einem von den anderen Programmen abgegrenzten und geschützten Adreßraum und können nur über spezielle Mechanismen Daten miteinander austauschen.
- Multiuser
- Mehrere Benutzer können gleichzeitig mit dem Computer arbeiten. Häufig sind diese Benutzer über ein Netzwerk mit dem Server verbunden.
- NT Loader
- Dieser Bootmanager wird von Windows NT und seinen Nachfolgeversionen verwendet.
- Open Source Software
- Unter Open Source Software (Quelloffenheit) versteht man, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben.
- Partition
- Eine Partition ist ein Abschnitt eines unterteilten Datenträgers, zum Beipsiel einer Festplatte. Partitionen erlauben es mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte zu installieren. Man kann aber auch seine Daten je nach Zweck in verschiedenen Partitionen speichern. So sollte man das Betriebssystem unabhängig von den Benutzerdaten speichern, was eine Datensicherung erleichtert. Es gibt drei Partitionsarten: Primäre Partition: kann ein- bis viermal auf einer Festplatte vorhanden sein. Ausnahme: Wenn eine erweiterte Partition vorhanden ist, sind maximal drei "normale" primäre Partitionen möglich. Denn die erweiterte Partition ist eine spezielle primäre Partition und belegt damit einen der 4 Plätze im MBR. Erweiterte Partition: kann genau einmal vorhanden sein. Sie ist an sich nicht direkt nutzbar, kann aber mehrere logische Laufwerke enthalten. Logische Laufwerke: sind unter Windows 23 und unter Linux 47 möglich. Die Grenze setzt die Festplatte. Sie werden intern als lineare Liste verwaltet.
- Partitionstabelle
- Die Partitionstabelle gibt an, in wie viele Partitionen (Teile) eine Festplatte aufgeteilt ist. Unter den meisten Betriebssystemen wird sie mit dem Programm fdisk eingerichtet. Es gibt auch eine Vielzahl von weiteren Programmen um eine Festplatte zu partitionieren.
- PCI-Bus
- Der Peripheral Component Interconnect Bus wurde 1992 von der Firma Intel entwickelt und in Verbindung mit dem Pentium-Prozessor vermarktet. Dieser Steckplatz hat gegenüber den Vorgängern entscheidende Vorteile: Er ist 64 Bit breit, hat eine Taktrate von 66 MHz und wird auch bei anderen Computerplattformen eingesetzt.
- PCMCIA
- PCMCIA ist eine Abkürzung für "Personal Computer Memory Card International Association" und beschreibt einen Standard, mit dem Laptops mit Erweiterungskarten im Scheckkartenformat ausgestattet werden können. So lässt sich ein Notebook beispielsweise mit einer Netzwerk-, Sound- oder TV-Karte ausstatten.
- PPP
- Über das Point-to-Point Protocol bzw. Punkt-zu-Punkt-Protokoll (PPP) können zwei Computer beispielsweise via Modem oder IDN miteinander verbunden werden.
- Prozess
- Wird ein Programm ausgeführt, handelt es sich um einen Prozess. Jeder Prozess hat im System eine eindeutige Prozessnummer.
- Quellcode
- Unter dem Quelltext oder auch Quellcode (englisch: "source code") oder Programmcode versteht man in der Informatik den für Menschen lesbaren in einer Programmiersprache geschriebenen Text eines Computerprogrammes. Zum Erstellen des Quelltextes ist meist ein einfacher Texteditor ausreichend, jedoch vereinfachen spezielle integrierte Entwicklungsumgebungen einige Arbeitsschritte. Mittels der Syntaxhervorhebung sind die Teile des Quelltextes entsprechend ihrer Funktionalität farblich hervorgehoben, was die Lesbarkeit verbessert.
- Rekursiv
- Rekursiv bedeutet selbstaufrufend. Bei Linux-Befehlen, die rekursiv arbeiten, werden auch alle Unterverzeichnisse durchlaufen.
- Release
- Als Release (englisch Ausgabe) bezeichnet man allgemein die Veröffentlichung einer neuen Version einer Software.
- Release Notes
- Release Notes sind eine Zusammenfassung von Neuerungen in einem Programm. Sie geben dem Anwender des Programms einen kurzen Überblick über die neuesten Funktionen und enthalten meist eine kurze Dokumentation.
- root
- Englisch für Wurzel. Der Benutzer root ist auf einem Linux-System mit allen Rechten ausgestattet. Für diesen Benutzer gelten also keine Zugriffs- und Berechtigungseinschränkungen. Daher sollte man unter diesem Benutzer nur wenige Befehle ausführen, da man unter Umständen durch eine Fehleingabe das ganze Betriebssystem beschädigen kann.
- Router
- Ein Router (englisch Verteiler, Lotser) ist ein Computer, der in einem Netzwerk dafür sorgt, dass bei ihm eintreffende Daten eines Protokolls zum vorgesehenen Zielnetz bzw. Subnetz weitergeleitet werden. Diesen Vorgang nennt man Routing.
- Screenreader
- Ein Screenreader ist eine Software, die den Bildschirminhalt ausliest und diesen entweder über die Sprachausgabe ausgibt oder an die Braillezeile weitergibt. Der wohl bekannteste Screenreader für Windows ist JAWS der Firma Freedom Scientific. Für Linux stehen z. B. Orca, Gnopernicus und LSR zur Verfügung.
- SCSI
- SCSI ist die Abkürzung für Small Computer System Interface. Hierbei handelt es sich um eine standardisierte parallele Schnittstelle, über die Geräte an den PC angeschlossen werden können. Allerdings ist SCSI nicht mit der klassischen parallelen Schnittstelle zu vergleichen, vielmehr handelt es sich eigentlich um ein systemunabhängiges Bussystem, welches - im Gegensatz zum PCI-Bus - nicht auf einem Board fest implementiert ist. Die Ankopplung an den Computer erfolgt durch einen so genannten Host-Adapter, der entweder als Steckkarte zur Verfügung steht oder bereits auf dem Motherboard integriert ist. Er übernimmt die Verwaltung der an ihn angeschlossenen SCSI-Geräte, wobei er gleichzeitig als gleichwertiges SCSI-Gerät fungiert. Durch den Host-Adapter ist der PC innerhalb des SCSI-Bussystem also quasi selbst zu einem SCSI-Gerät geworden, das genauso wie jedes anderer SCSI-Gerät am Bus angesprochen werden kann. Hierdurch ist es auch möglich, mehrere PCs über diese Host-Adapter zu koppeln. Im Gegensatz zur hierarchischen Struktur der (E)IDE-Schnittstelle (Master - Slave) ist bei SCSI jedes angeschlossene Gerät gleichrangig, das heißt es kann sowohl anfordernde Einheit als auch ausführende Einheit sein.
- Server
- Ein Server ist ein Computer, der anderen Computern eines Netzwerks seine Dienste anbietet (englisch "to serve": bedienen). Es gibt zum Beispiel Mail-, Web-, Datei- oder Druckserver.
- Shadow-Passwörter
- Werden Shadow-Passwörter verwendet, befinden sich die Passwörter für den Linux-Rechner nicht mehr in der Datei "/etc/passwd", sondern werden in einer gesonderten Datei "/etc/shadow" gesichert, die nur der Benutzer root lesen kann. Die Verwendung von Shadow-Passwörtern erhöht die Sicherheit eines Rechners gegen unerlaubten Zugang.
- Shell
- Unter Linux stehen verschiedene Kommandozeilen-Interpreter, so genannte Shells, zur Auswahl. Auf der Shell gibt man zum Beispiel Kommandos ein oder kann die integrierte Skriptsprache zur Programmierung verwenden. Es ist auch möglich, ein Programm im Hintergrund auszuführen oder dieses vorübergehend in den Vordergrund zu holen. Frühere Kommandos können editiert oder wiederholt werden.
- Slave
- siehe Master
- Subnetmask
- Jede IP-Adresse teilt sich in Netzwerk- und Stationsadresse. An welcher Stelle diese Trennung stattfindet, wird durch die Subnetzmaske (Subnetmask) bestimmt. Die 4 Dezimalzahlen jeder IP-Adresse entsprechen einem 32-Bit-Wert. Die Subnetzmaske ist mit 32 Bit genauso lang wie jede IP-Adresse. Jedes Bit der Subnetzmaske ist einem Bit einer IP-Adresse zugeordnet. Die Subnetzmaske besteht aus einer zusammenhängenden Folge von 1 und 0. An der Stelle, wo die Subnetzmaske von 1 auf 0 umspringt, trennt sich eine IP-Adresse in Netzwerk-Adresse und Stationsadresse.
- Syntax
- Syntax kommt aus dem griechischen und bedeutet die Lehre vom Satzaufbau. Syntaktische Regeln sind unter anderem die Zeichensetzung, die Groß- und Kleinschreibweise, die Schreibweise am Satzbeginn und das Zeichen am Satzende, usw. Übertragen auf Programmiersprachen umfasst die Syntax die Befehle, Zeichen und die Zeichenreihen für die Programmformulierungen.
- Treiber
- Ein Treiber ist ein Programm, das am Computer angeschlossene Geräte wie zum Beispiel Drucker, Scanner, Monitor, Netzwerkkarte, usw. in das Betriebssystem einbindet. Der Treiber enthält alle Informationen, die das Betriebssystem benötigt, um mit dem Gerät zusammenzuarbeiten.
- USB-Stick
- Ein USB-Stick ist ein mobiler Datenträger, etwa in der Größe und Form eines Feuerzeugs. Er wird an einen USB-Anschluss angeschlossen und kann zum Beispiel wie eine Festplatte behandelt werden. Die Speicherkapazität reicht von 32 MB bis 8 GB.
- Wildcard
- Wildcard ist die Bezeichnung für einen Platzhalter, der für verschiedene, beliebige Zeichen stehen kann. Wildcards wie zum Beispiel * oder ? können - je nach Funktionalität - bei der Sucheingabe in Suchmaschinen oder in Feldern mancher Software verwendet werden.


